Betriebshaftpflicht

Die Betriebshaftpflichtversicherung schützt Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler vor den finanziellen Folgen von Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit entstehen können.

HAFTUNG & ABSICHERUNG

Sicherheit für Ihre berufliche Verantwortung

Betriebshaftpflicht (klassisch)

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist die Basisabsicherung für Handwerksbetriebe, Handelsunternehmen, Produktionsbetriebe und körperlich orientierte Dienstleistungen. Versichert sind Personen- und Sachschäden, die durch Ihre betriebliche Tätigkeit, Ihre Mitarbeiter, Ihre Produkte oder Ihre gemieteten Betriebsmittel entstehen.

Typische Schadenbeispiele sind: Ein Mitarbeiter beschädigt während einer Montage das Eigentum eines Kunden, ein selbst hergestelltes Produkt verursacht beim Käufer einen Sachschaden oder ein Firmenfahrzeug verursacht auf dem Betriebsgelände einen Personenschaden.

Wichtig: Die Deckungssummen sollten der Größe Ihres Unternehmens und Ihren typischen Auftragsvolumina entsprechen. Deckungssummen von lediglich 1 Mio. Euro reichen für viele Unternehmen heute nicht mehr aus. Wir empfehlen in der Regel Deckungen von mindestens 3 Mio. Euro für Personen- und Sachschäden.

Vermögensschaden-Haftpflicht für beratende Berufe

Wenn ein Fehler weder einen Personen- noch einen Sachschaden verursacht, sondern direkt zu einem finanziellen Verlust beim Auftraggeber führt, spricht man von einem reinen Vermögensschaden. Die klassische Betriebshaftpflichtversicherung schließt solche Schäden in der Regel aus – hier greift ausschließlich die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung.

Typische Beispiele: Ein Unternehmensberater empfiehlt eine Strategie, die dem Kunden erhebliche finanzielle Verluste verursacht. Ein Buchhalter macht einen Fehler, der zu einer Steuernachzahlung inklusive Zinsen und möglichen Strafen führt. Ohne Vermögensschaden-Haftpflicht haften Sie als Einzelunternehmer im Ernstfall unter Umständen auch mit Ihrem Privatvermögen.

Besonders wichtig für: Unternehmensberater, Finanzberater ohne eigene Kammer-Pflichtversicherung, Buchhalter, Personalberater, Marketingagenturen, PR-Berater, Coaches, Trainer und Kommunikationsberater.

Berufshaftpflicht für Einzelunternehmer & Freiberufle

Als Einzelunternehmer oder Freiberufler haften Sie persönlich und unbeschränkt – mit Ihrem Betriebs- und Privatvermögen. Bereits ein Fehler in Ihrer beruflichen Leistung, eine fehlerhafte Planung, ein übersehenes Detail oder eine missverständliche Beratung kann zu erheblichen Schadensersatzforderungen führen. Die Berufshaftpflichtversicherung – auch Professional Indemnity Insurance oder E&O (Errors & Omissions) genannt – schützt Sie gezielt vor den finanziellen Folgen solcher Ansprüche.

Sie übernimmt nicht nur berechtigte Schadensersatzforderungen, sondern auch die Kosten der rechtlichen Prüfung und Abwehr unberechtigter Ansprüche. Denn auch unbegründete Klagen können durch Anwalts- und Gerichtskosten schnell hohe finanzielle Belastungen verursachen.


Typische Zielgruppen: Architekten, Ingenieure, Projektmanager, Coaches, psychologische Berater, Journalisten, Grafikdesigner, Texter, Übersetzer, Dolmetscher, Fotografen, Videografen, Eventmanager, Hochzeitsplaner, Ernährungsberater sowie viele weitere beratende und kreative Berufsgruppen.

IT-Haftpflicht für IT-Unternehmen

Die Digitalisierung hat neue Haftungsrisiken geschaffen, die durch klassische Versicherungen häufig nicht ausreichend abgedeckt werden. Dazu gehören beispielsweise Softwarefehler, Sicherheitslücken, gescheiterte IT-Projekte, Datenverluste oder wirtschaftliche Schäden durch Systemausfälle.

Die IT-Haftpflichtversicherung – auch Tech E&O (Technology Errors & Omissions) oder Professional Liability für IT-Unternehmen genannt – schützt vor Schadensersatzansprüchen, die aus IT-Dienstleistungen, Softwareentwicklungen oder digitalen Produkten entstehen. Typischerweise sind Schäden durch Programmierfehler, Projektverzögerungen, Datenverluste, Urheberrechtsverletzungen oder wirtschaftliche Folgeschäden infolge eines IT-Ausfalls abgesichert.

Typische Zielgruppen: Softwareentwickler, IT-Freelancer, Web- und Digitalagenturen, SaaS-Anbieter, App-Entwickler, IT-Systemhäuser, Managed-Service-Provider, Cloud-Dienstleister, Datenschutzberater, IT-Sicherheitsexperten sowie technische Unternehmensberater.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Betriebshaftpflichtversicherung

Fragen, die uns immer wieder gestellt werden, haben wir für Sie hier zusammengestellt:

Brauche ich als Freelancer wirklich eine eigene Haftpflichtversicherung?

Unbedingt - und zwar eine, die zu Ihrer spezifischen Tätigkeit passt. Als Freelancer haften Sie persönlich und uneingeschraenkt mit Ihrem gesamten Vermögen. Selbst kleine Fehler in Ihrer Arbeit können zu Forderungen führen, die Ihre finanzielle Existenz gefährden. Eine Berufshaftpflicht für 20–80 Euro pro Monat kann das verhindern.

Was ist der Unterschied zwischen Betriebs- und Berufshaftpflicht?

Die Betriebshaftpflicht deckt Schäden ab, die durch Ihre betriebliche Tätigkeit, Ihre Mitarbeiter oder Ihre Produkte entstehen - also typischerweise Personen- und Sachschäden. Die Berufshaftpflicht deckt darüber hinaus Fehler in Ihrer professionellen Leistung ab - also Vermögens- und reine Wirtschaftsschäden. Für beratende Berufe ist die Berufshaftpflicht unverzichtbar, da die Betriebshaftpflicht solche Schäden meist ausdrücklich ausschließt.

Ist die IT-Haftpflicht in der normalen Betriebshaftpflicht enthalten?

In der Regel nein. Die meisten Standard-Betriebshaftpflichtpolicen schließen IT-spezifische Risiken ausdrücklich aus - insbesondere Schäden durch Software, Datenverluste oder Projektverzögerungen. IT-Unternehmen benötigen eine spezialisierte IT-Haftpflicht, die genau auf diese Risiken zugeschnitten ist. Wir prüfen Ihre bestehende Police und schließen Lücken gezielt.

Wie hoch sollte die Deckungssumme meiner Betriebshaftpflicht sein?

Das hängt von Ihrer Branche, Ihren typischen Auftragsgrößen und Ihren Kunden ab. Als Richtwert empfehlen wir für kleine Betriebe und Freelancer mindestens 1 Mio. Euro, für mittelständische Unternehmen eher 3–5 Mio. Euro pro Schadenfall. Bei Projekten mit großen Auftraggebern (Konzerne, öffentliche Hand) können deutlich höhere Deckungen erforderlich sein. Wir analysieren Ihren konkreten Bedarf.